UVV Prüfung und -Wartung gemäß BGR 232

Tore unterliegen im allgemeinen den sicherheitstechnischen Bestimmungen. Aufgrund der berufsgenossenschaftlichen Richtlinien und Bestimmungen müssen Tore einmal jährlich von sachkundigen Personen überprüft werden. Die Betriebssicherheit, die Funktionstüchtigkeit und die Lebensdauer einer Anlage hängen von der Qualität ihrer Instandhaltung ab. Nur durch einen gut funktionierenden Service wird der Sollzustand Ihrer Toranlage erhalten. Um Tore in einem einwandfreien, betriebssicheren Zustand zu bedienen und führen zu können, sollten diese regelmäßig gewartet und auf Funktionskontrollen überprüft werden. Korrekte Ausführungen und qualifizierte Kundendientsmonteure sorgen für Ihre Toranlage

  • für höchste Betriebssicherheit,

  • eine längere Lebensdauer,

  • Früherkennung von Verschleißerscheinungen - dadurch auch weniger Reparaturen.

BGR 232 (bisherige ZH 1/494) und die europäischen DIN-Normen

Diese BG-Regel enthält die deutschen sicherheitstechnischen Festlegungen für kraftbetätigte Fenster, Türen und Tore. Sie sind für die Konkretisierung der grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der europäischen Maschinen-Richtlinie für kraftbetätigte Fenster, Türen und Tore hilfreich und nützlich. Mit dem Datum der Herausgabe produktspezifischer europäischer Normen, konkretisieren diese die allgemeinen Anforderungen der Maschinen-Richtlinie im jeweiligen Geltungsbereich. Diese Normen lösen ab ihrem Gültigkeitsdatum die deutschen Festlegungen für Bau und Ausrüstung in der BG-Regel ab.
Für kraftbetätigte Tore sind die folgenden produktspezifischen europäischen Normen herausgegeben worden, die sicherheitstechnische Anforderungen an Bau und Ausrüstung enthalten:

  • DIN EN 12604 Tore; Mechanische Aspekte; Anforderungen gültig ab 1. November 2000;
  • DIN EN 12605 Tore; Mechanische Aspekte; Prüfverfahren gültig ab 1. November 2000;
  • DIN EN 12453 Tore; Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore; Anforderungen gültig ab 1. Juni 2001;
  • DIN EN 12445 Tore; Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore; Prüfverfahren gültig ab 1. Juni 2001

Für kraftbetätigte Tore, die vor dem 1. November 2000 bzw. 1. Juni 2001 in Verkehr gebracht worden sind, gelten weiterhin die Festlegungen dieser BG-Regel. In den Normen ist keine Nachrüstung bestehender Anlage gefordert, die vor den vorstehend genannten Stichtagen bereits in Verkehr gebracht waren.
(”Quellenbezug aus der BGR 232” )

 

Prüfung

Nach § 3 Abs. 3 der Betriebssicherheitsverordnung hat der Arbeitgeber Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen der Arbeitsmittel zu ermitteln. Bei diesen Prüfungen sollen sicherheitstechnische Mängel systematisch erkannt und abgestellt werden. Der Arbeitgeber legt ferner die Voraussetzungen fest, welche die von ihm beauftragten Personen zu erfüllen haben (befähigte Personen). Nach derzeitiger Auffassung ist davon auszugehen, dass die Aufgaben der befähigten Personen für die nachstehend aufgeführten Prüfungen durch die dort genannten Personen wahrgenommen werden. Art, Umfang und Fristen der Prüfungen sind bisherige Praxis und entsprechen den Regeln der Technik. Kraftbetätigte Fenster, Türen und Tore müssen vor der ersten Inbetriebnahme und mindestens einmal jährlich von einem Sachkundigen auf ihren sicheren Zustand geprüft werden. Die Durchführung der Prüfung ist zu dokumentieren, d.h. es müssen Prüfbücher angelegt sein, Prüfplaketten dienen der Sichtbarkeit einer erfolgten Prüfung.
(”Quellenbezug aus der BGR 232”)

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